
Gaëlle Piernikarch
In meinen Arbeiten geht es weniger um Sprache im wörtlichen Sinn, sondern um die Geschichten, die Dinge und Orte in sich tragen – um das, was von Menschen bleibt: Mauern, Spuren, Materialien. Mich interessiert, wie sich Geschichte in Schichten ablagert – in Sedimenten, Steinen, Pigmenten –, wie Zeit sichtbar wird und Erinnerung Gestalt annimmt.
Ich arbeite mit Pigmenten und Mischtechniken, oft unter Einbeziehung natürlicher Materialien wie Erde oder Sand. Diese Elemente bringen ihre eigene Geschichte mit und verbinden sich auf der Leinwand zu neuen Landschaften der Erinnerung. So entstehen Oberflächen, die zugleich verletzlich und widerständig sind, wie die Spuren menschlicher Zivilisation oder die Narben der Natur selbst.
Im Zentrum meines künstlerischen Schaffens steht das Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart – das fortwährende Ineinandergreifen von Erlebtem und Jetzt, von Verfall und Neubeginn. Meine Werke sind ein Dialog zwischen Natur, Kultur und Geschichte, ein stilles Gespräch zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen, zwischen Vergänglichkeit und Dauer.
Mich fasziniert, wie Farben und Materialien miteinander in Resonanz treten und neue Bedeutungen entstehen lassen, wie eine leise Sprache zwischen Zeiten, Orten und Menschen.







